Brandenburger zurück aus dem „heiligen Land“
In der Zeit vom 17.4. bis zum 1.5.2011 fand ein deutsch-israelisches Jugendaustauschprogramm der Brandenburgischen Sportjugend im LSB e.V. in Kooperation mit dem Verein „Ra´anana e.V.“, dem von Saldern Gymnasium und der Stadtsportjugend statt. 15 Jugendliche aus Brandenburg und Umgebung im Alter von 15 - 26 Jahren reisten für zwei Wochen nach Israel, um dort gemeinsam mit gleichaltrigen israelischen Jugendlichen in den Dialog zu treten, gegenseitige Vorurteile abzubauen und gemeinsam sportlich-abenteuerlich das Land Israel in seiner gesamten Vielfalt zu erleben. Organisiert wurde der Austausch von der Sportjugend in enger Kooperation mit dem Verein „Hapoel“ der Stadt Ra'anana in Israel, in der die Jugendlichen in Gastfamilien untergebracht waren. Somit war es ihnen möglich sich intensiv und hautnah am Geschehen mit modernem jüdischen Leben und jüdischer Kultur vertraut zu machen.
Das vielfältige Programm bot einen ausgewogenen Mix aus Sightseeing und sportlichen Aktivitäten, wie zum Beispiel eine Wanderung durch die Wüste Negev oder Tauchen im Roten Meer. Zudem gab es auch freie Tage, an denen die Jugendlichen die Möglichkeit hatten, zusammen mit ihren Gastfamilien und neu gewonnenen israelischen Freunden das Land auf eigene Faust zu erkunden.
Ich selbst war Teil dieser Gruppe und habe in diesen zwei Wochen viele neue, wertvolle Erfahrungen gesammelt. Nach anfänglicher Skepsis gegenüber der Reise kann ich nun sagen, dass es sich voll und ganz gelohnt hat. Die Menschen dort haben mich mit ihrer Offenheit, mit ihrer Gastfreundlichkeit und vor allem mit ihrem sonnigen Temperament fasziniert und in ihren Bann gezogen. Selten habe ich so viel Herzlichkeit, Harmonie und menschliche Wärme erfahren wie an „Pessach“, das wir zusammen mit unseren Gastfamilien feierten. Am besten gefielen mir die vier Tage, die wir in der Wüste in einem Kibbutz verbrachten. Zusammen mit einer deutschen Jugendgruppe aus Goslar und israelischen Jugendlichen wanderten wir durch die Wüste, machten abends gemeinsam Essen am Lagerfeuer, und die, die nachts weniger kälteempfindlich waren, schliefen im Schlafsack direkt unterm Sternenhimmel. Neben Großstädten wie Tel Aviv und Jerusalem, deren alte Märkte zum shoppen und feilschen einluden, besichtigten wir den See Genezareth, das Tote Meer, die alte Hafenstadt Haifa mit den berühmten Bahai-Gärten sowie die in den Nachrichten oftmals erwähnten Golanhöhen.
Die Reise schloss auch einen Besuch in der weltgrößten Holocaust-Gedenkstätte „Yad Vashem“ ein, was für uns keinen angenehmen aber sehr wichtigen Programmpunkt darstellte. Jeder von uns ging auf seine Weise mit dieser Erfahrung um. Außerdem besuchten wir eine israelische Highschool und eine Universität.
Am Ende der zwei Wochen feierten wir eine kleine Abschiedsparty mit den Organisatoren und den Gastfamilien. Insgesamt war diese Reise ein wunderbares Erlebnis. Wir alle haben viel gelernt und gesehen, neue Freunde gefunden und ein kleines Stück Israel mit in unsere Herzen genommen. Und einige von uns werden garantiert wieder das heilige Land besuchen, das uns alle durchweg so positiv überrascht hat.
Die Rückbegegnung findet vom 20.07. bis 03.08.2011 in der Havelstadt Brandenburg statt. Hierfür suchen wir noch nette Gastfamilien und jugendliche Teilnehmer. Die Teilnahme am Programm ist, bis auf die Fahrt nach Prag (30€/Person), kostenlos. Infos unter www.raanana-ev.de oder unter mail@raanana-ev.de.
Die Jugendbegegnung wird aus Mitteln des Kinder- und Jugendplan (KJP) des Bundes gefördert.
Sebastian Schwenke
Teilnehmer an der Begegnung
Vorbereitungen laufen auf Hochtouren!
Nach einem intensiven und sehr aufschlussreichen Vorbereitungsseminar am 26. und 27. März im Schloss Gollwitz begegnen die deutschen Jugendlichen aus der Havelstadt vom 17. April an bis zum 1. Mai den israelischen Jugendlichen aus der Stadt Ra'anana. Bereits bei dem Vorbereitungstreffen haben die Jugendlichen Vieles über das ganz besondere Land erfahren und wurden sehr neugierig.
Die 15 Teilnehmer kommen in der Woche des israelischen Pessachfestes zu ihren Gastfamilien und dürfen hautnah an der jüdischen Kultur teilhaben. Die Bildungsreise ist eine tolle Möglichkeit für die kulturbegeisterten Jugendlichen die Sitten und Bräuche Israels kennen zu lernen und vielleicht auch manche Vorurteile abzulegen.
Am Montag den 18.04 werden die deutschen und die israelischen Jugendlichen das erste Mal aufeinander treffen. Um sich von der anstrengenden Reise von Berlin über Riga nach Tel Aviv etwas zu erholen, geht es dann erst einmal in ein Schwimmbad. In den darauf folgenden Tagen geht es mit den Brandenburgern und weiteren Jugendlichen aus Goslar (Niedersachsen) in den Süden Israels. Sie bekommen die einzigartige Möglichkeit durch die Negev- Wüste zu wandern und in einem Kibbuz (hebräische Bezeichnung für kollektive Siedlung) oder unter dem freien Himmel des Nahen Ostens zu übernachten. Nach dem Aufenthalt am Roten Meer gelegenen Eilat geht es über einen Zwischenstopp am Toten Meer zurück nach Ra'anana. Zu weiteren Höhepunkten der Reise gehören der Besuch der modernen Metropole Tel Aviv und der im Norden liegende Stadt Haifa. Sport, sowie der Aufenthalt in israelischen Gastfamilien runden das Programm ab.
Am 27. April geht es in die „heilige Stadt“, Jerusalem. Dieser Ausflug ist mit dem Pflichtbesuch des Holocaust Museums, der Klagemauer und der Altstadt verbunden.
Zurück in Ra'anana haben die Austauschschüler dann drei Tage Zeit, um etwas mit ihren Gastfamilien zu unternehmen und diese besser kennen zu lernen. Nicht selten entstehen dabei langjährige Freundschaften.
Ermöglicht werden diese alljährlichen Jugendbegegnungen durch die langjährige Kooperation des deutschen Vereins für internationale Arbeit „Ra'anana e.V.“, der Landes- und Stadtsportjugend, sowie der Partnerorganisation Hapoel Ra´anana aus Israel.
Ein herzlicher Dank geht an die Mitarbeiter des Schlosses Gollwitz, die das Vorbereitungsseminar unterstützt haben.
Yalda Mir
Teilnehmerin der Delegation
Alle Infos zur Reise sowie ein Reisetagebuch sind unter www.raanana-ev.de zu finden.
Der Austausch wird gefördert aus Mitteln des Kinder- und Jugendplans (KJP) des Bundes.






